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Gastbeitrag: Die kollektive Macht des Geldes: Warum nachhaltiges Investieren sinnvoll ist

veröffentlicht am 19.05.2021 von Cooler Future

Die Deutschen werden oft als Weltmeister im Sparen bezeichnet. Schaut man sich die Statistik an, scheint in dieser Behauptung mehr als ein Fünkchen Wahrheit zu stecken. Im Jahr 2019 besaß ein deutscher Privathaushalt im Durchschnitt 27.600 € an Ersparnissen. Das mag auf den ersten Blick vernünftig klingen, ist es aber nicht unbedingt.  

Hier sind drei Gründe, warum es derzeit wenig Sinn ergibt, Geld auf dem Sparkonto zu belassen – undwie man es stattdessen nachhaltig investieren kann.  

#1: Anhaltend niedrige  Zinsen 

Wir befinden uns derzeit in einer Niedrigzinsphase, was bedeutet, dass für Geld, das Sparer auf der Bank deponieren, kaum Zinsen gezahlt werden. Die Zinsen hierfür liegen momentan sogar unter der Inflationsrate! Wenn Sie also Ihr Geld fünf Jahre lang auf ein Sparkonto legen würden, könnten Sie mit diesem Geld nach Ablauf der fünf Jahre weniger kaufen als heute, denn die verdienten Zinsen würden nicht ausreichen, um den Werteverlust durch Inflation auszugleichen.  

Das bedeutet, dass Sie allein aus finanzieller Sicht besser beraten sind, Ihr Geld zu investieren, anstatt es auf dem Sparkonto zu belassen.  

#2: Nachhaltige Investitionen schneiden besser ab 

Einer der anfänglichen Kritikpunkte an nachhaltigen Investitionen (und ein weit verbreiteter Mythos) war, dass diese nicht die gleichen Renditen bringen wie traditionelle Anlagen, bei denen nur Risiko und Ertrag analysiert wurden. Inzwischen erkennen jedoch immer mehr Anbieter von Finanzprodukten, dass die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien ein wichtiger Aspekt ist, der essentiell zur Sicherung zukünftiger Erträge beiträgt. Denn durch diese Kriterien werden potentielle Zukunftsrisiken erkannt und entsprechend adressiert. Der Anstieg von ESG-Investitionen (environmental, social and governance) ist weniger auf ethische Bedenken zurückzuführen als vielmehr auf die Erkenntnis, dass die Inklusion und Bewertung von ökologischen, sozialen und betrieblichen Faktoren die Rentabilität von Finanzanlagen beeinflussen. 

Neuesten Erkenntnissen zufolge deuten die durchschnittlichen Renditen und Erfolgsquoten nachhaltiger Fonds darauf hin, dass es keine Leistungseinbußen im Zusammenhang mit nachhaltigen Investitionen gibt. Tatsächlich lag die durchschnittliche jährliche Rendite für einen nachhaltigen Fonds, der in große globale Unternehmen investiert, über 10 Jahre gesehen bei 6,9 % pro Jahr, während ein traditionell investierter Fonds 6,3 % pro Jahr erzielte. Aber das ist noch nicht alles: Nachhaltigkeit sorgt auch für eine höhere Lebensdauer: 77% der vor 10 Jahren aufgelegten nachhaltigen Fonds existieren heute noch, verglichen mit 46% der traditionellen Fonds. 

Nachhaltig zu investieren ist nicht nur gut für den Planeten, sondern auch wichtig für Ihre finanzielle Zukunft - vor allem im Vergleich zum Sparbuch. Doch noch immer verpassen viele Menschen die Gewinne: Theoretisch könnten die Deutschen allein mit den Ersparnissen auf ihren Bankkonten rund die Hälfte der Unternehmen an der Frankfurter Börse besitzen (die Marktkapitalisierung beträgt rund 1 Billion Euro)! Diese Statistik ist nicht nur wegen der Höhe der dabei entgangenen Gewinne alarmierend, sondern auch aus einem anderen Grund: 

#3: Ihre Bank investiert Ihre Ersparnisse (höchstwahrscheinlich) in fossile Brennstoffe 

Viele Banken verwenden das Geld auf Ihrem Sparkonto, um es in klimaschädliche Industrien zu investieren. In den fünf Jahren seit dem Pariser Klimaabkommen haben die 60 größten Banken der Welt fossile Brennstoffe in Höhe von 3,8 Billionen Dollar finanziert. Dies geht aus dem Bericht "Banking on Climate Chaos" hervor, der von Umweltorganisationen wie dem Rainforest Action Network und BankTrack erstellt wurde. Er kommt auch zu dem Ergebnis, dass diese Banken ihre Investitionen in fossile Brennstoffe seit 2016 sogar erhöht haben, anstatt sie zu verringern. Mit anderen Worten: Wenn Sie Geld sparen, leihen Sie es eigentlich Ihrer Bank, die es dann oft auf eine Art und Weise verwendet, die die Klimakrise fördert, anstatt zu ihrer Entschärfung beizutragen. 


QUELLE: Banking on Climate Chaos / Rainforest Action Network 

Ziemlich schockierend, nicht wahr? Denken Sie an die bedeutende positive Wirkung, die dadurch verloren geht, dass Sie Banken mit Geld versorgen, anstatt Ihre kollektive Kraft zu nutzen, um nachhaltige Unternehmen und Projekte zu finanzieren. Auf ecoligo.investments zum Beispiel profitieren Anleger*innen finanziell von Projekten im Bereich erneuerbare Energien und unterstützen gleichzeitig das wirtschaftliche Wachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern. Cooler Future wiederum ermöglicht es jedem, in klimafreundliche Unternehmen zu investieren und Kapital zu vermehren, während gleichzeitig der CO2-Fußabdruck der Investitionen messbar gemacht wird. Es gibt einige spannende, Greenwashing-freie Anlageprodukte da draußen - man muss sich nur umsehen. 

Fazit: 

Durch achtsame Investitionen haben Sie die Möglichkeit, die Kontrolle über Ihre Finanzen zu übernehmen und sie zum Katalysator für positive Veränderungen werden zu lassen. Und nicht nur das: Sie können mit nachhaltigen Investitionen auch tolle Renditen erzielen! 

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Cooler Future ist ein Fintech-Startup, das transparente und effektive Impact-Investment-Lösungen für die klimabewusste Generation anbietet. Es verfolgt die Mission, durch Investitionen in Vermögenswerte von Unternehmen, die aktiv ihren CO2-Fußabdruck reduzieren, zum Klimaschutz beizutragen. Mit der intuitiven, einfach zu bedienenden mobilen App von Cooler Future kann jeder den Fußabdruck seiner Investitionen verfolgen und gleichzeitig finanzielle Renditen erzielen. 

  
 

 


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