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Wie alternative Finanzierungsmöglichkeiten die Energiewende vorantreiben werden

veröffentlicht am 06.06.2017 von

Solarenergie startet durch - und das nicht erst seit Kurzem. Preise sinken, Speichertechnologien werden zunehmend attraktiv und für die Menschen gilt Solarenergie inzwischen als fester Bestandteil der Energieversorgung. In Deutschland haben gesetzlich geregelte Einspeisevergütungen die Installation von Aufdach-Solaranlagen populär gemacht. Solarenergie leistet seither einen beachtlichen Beitrag zur Energiewende. In Entwicklungsländern jedoch – wo das Potenzial für Solarenergie enorm ist – sind fehlende Finanzierungslösungen ein Hindernis für die globale Wende zu erneuerbaren Energien.
 

Unterschiede in den Finanzierungslandschaften

Das im Jahr 2000 eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) war der entscheidende Katalysator für Deutschland‘s Energiewende. Das Gesetz setzt für eine Laufzeit von 20 Jahren Vergütungssätze für die Einspeisung von Solarenergie in das Stromnetz fest. Für den Finanzmarkt war die Einspeisegarantie Anlass, die günstiger Kredite zur Verfügung zu stellen, da durch die feste Einspeisevergütung die Planbarkeit der Erträge erhöht wurde. Der für investitionsinteressierte Privathaushalte und Unternehmen damit erleichterte Zugang zu Finanzierung ermöglichte, dass Aufdach-Solaranlagen sich schnell verbreitet haben.

Die vorteilhafte Kombination von Einspeisevergütung und einem attraktiven Finanzmarkt ist jedoch nicht überall zu finden. In Wachstumsländern fehlen die Vergütungsgarantie und geeignete Bankkredite, was verhindert, dass Privathaushalte und Unternehmen in Solarenergie investieren. Einspeisevergütungen sind dabei heutzutage nichtmehr unbedingt notwendig, da die durch Solaranlagen erzeugte Energie in der Regel günstiger ist, als der Strom aus dem Netz. Es überrascht deshalb umso mehr, dass es an Bankkrediten mangelt. Die wenigen von lokalen Banken angebotenen Kredite in Entwicklungsländern sind mit Zinssätzen im zweistelligen Bereich sehr kostspielig und mit Tilgungsfristen von 18 bis 36 Monaten nur von kurzer Laufzeit.

 

Was bedeuten hohe Energiekosten für Unternehmen?

In den meisten Entwicklungsländern sind die Energiekosten sehr hoch. Strompreise liegen in der Regel zwischen 0,20€ und 0,38€ pro kWh. Die Stromkosten machen für manche Unternehmen, beispielsweise im produktiven Gewerbe, einen hohen Prozentsatz von teilweise bis zu 80% ihrer gesamten Betriebskosten aus. Hohe Strompreise senken die Profitmarge und beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit dieser Firmen. Der Bezug von Solarenergie aus eigenen Aufdach-Anlagen könnte die Betriebskosten dieser Unternehmen erheblich verringern. Ohne geeignete Finanzierungsmöglichkeiten durch Banken fehlt vielen Menschen und Unternehmen in diesen Ländern aber das nötige Kapital, um in Solaranlagen zu investieren.

 

Die Lösung: Ein innovatives Finanzierungsmodell 

Hier kommt das Finanzierungsmodell von ecoligo ins Spiel. Wir finanzieren über Crowdinvesting Solaranlagen, die von den hohen Stromkosten belastete Unternehmen in Wachstumsmärkten mit Strom versorgen. Kunden zahlen monatlich im Rahmen eines Solar-as-a-Service Vertrages. Dadurch schließt ecoligo die Finanzierungslücke und beseitigt eine der für die Bereitstellung von Solaranlagen größten Hürden. Crowdinvestoren erhalten dabei über eine Laufzeit von etwa 5 Jahren eine attraktive jährliche Rendite. Über diese Laufzeit wird das Darlehen aus den Erlösen des Solar-as-a-Service Vertrages vollständig getilgt und inklusive der Zinszahlungen an die Crowdinvestoren zurückgeführt.

 

Ein Weg in eine Zukunft mit sauberer Energie 

Dies bedeutet eine klare Win-win-Situation: Die Investition bietet Privatinvestoren eine höhere Rendite, als von den meisten anderen Finanzprodukten angeboten wird sowie die Möglichkeit nachhaltig zu investieren - ein Schlüsselfaktor hinsichtlich der Bekämpfung des Klimawandels. Gleichzeitig werden lokale Unternehmen in Entwicklungsländern mit günstigem Strom versorgt, was ihre operativen Kosten verringert und sie wirtschaftlich wettbewerbsfähiger macht. Zudem trägt die Investition zur Ablösung umweltschädlicher Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen durch sauberen Ökostrom bei. Ein Wandel der für viele Unternehmen eine Einsparung vieler Tonnen CO2 Emission bedeutet.

Das Modell kann in vielen Entwicklungsländern schnell und effektiv angewandt werden und ermöglichen, dass sich die erfolgreiche Energiewende in die restliche Welt ausweitet.

Foto: Julia Caesar

Eine erweiterte Version dieses Artikels wurde ursprünglich hier veröffentlicht.


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Glossar

Termingeld

Als Termingeld bezeichnet man Geldanlagen mit einer Laufzeit von mindestens einem Monat. Termingelder dienen typischerweise als kurz- bis mittelfristige Kapitalanlage. Während der vereinbarten Laufzeit ist das in Termingeldern angelegte Kapital üblicherweise nicht für den Anleger verfügbar.


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